Fehler beim Bespannen des Schlägers vermeiden – hier sind die typischen Fallstricke

Fehler beim Bespannen des Schlägers vermeiden – hier sind die typischen Fallstricke

Eine korrekt bespannte Schlägerbesaitung kann den Unterschied zwischen einem präzisen Schlag und einem frustrierenden Spielgefühl ausmachen. Egal ob Tennis, Badminton oder Squash – die Saiten beeinflussen Kontrolle, Power und Ballgefühl entscheidend. Dennoch machen viele Spielerinnen und Spieler – vom Freizeitspieler bis zum Vereinsspieler – immer wieder dieselben Fehler. Hier erfährst du, welche typischen Fallstricke es gibt und wie du sie vermeidest.
Zu hohe oder zu niedrige Bespannungshärte
Einer der häufigsten Fehler ist die Wahl einer falschen Bespannungshärte. Viele glauben, dass eine hohe Spannung automatisch mehr Kontrolle bringt, doch das kann den Schläger unnachgiebig machen und sowohl die Saiten als auch den Arm stärker belasten.
- Zu hohe Spannung sorgt für ein präzises, aber hartes Schlaggefühl. Sie erfordert viel Kraft und kann die Lebensdauer der Saiten verkürzen.
- Zu niedrige Spannung bietet mehr Power und Komfort, aber weniger Kontrolle und Rückmeldung.
Als Faustregel gilt: Freizeitspieler sollten eine mittlere Spannung wählen, während erfahrene Spieler mit höheren Werten experimentieren können. Die empfohlenen Spannungsbereiche findest du meist auf dem Schlägerrahmen oder auf der Website des Herstellers.
Falsche Saitenwahl
Nicht jede Saite passt zu jedem Spielstil. Manche sind auf Kontrolle ausgelegt, andere auf Power oder Haltbarkeit. Ein häufiger Fehler ist es, einfach die günstigste Saite zu nehmen, ohne auf Material und Eigenschaften zu achten.
- Dünne Saiten (z. B. 1,20–1,25 mm) bieten mehr Gefühl und Spin, nutzen sich aber schneller ab.
- Dicke Saiten (z. B. 1,30–1,35 mm) halten länger, fühlen sich jedoch steifer an.
- Multifilament-Saiten sind komfortabel und armfreundlich, während Monofilament-Saiten langlebiger und stabiler in der Spannung sind.
Wenn du unsicher bist, lass dich in einem Fachgeschäft oder von einem zertifizierten Besaiter beraten. Ein passender Saitentyp kann dein Spiel deutlich verbessern.
Ungleichmäßige Bespannung
Selbst die beste Saite bringt nichts, wenn sie ungleichmäßig gespannt ist. Eine ungleichmäßige Bespannung führt dazu, dass der Schläger in bestimmten Bereichen „tot“ wirkt oder die Saiten schneller reißen.
Professionelle Besaiter verwenden Maschinen, die eine gleichmäßige Spannung auf jede Saite bringen. Wenn du selbst bespannst, achte auf das richtige Muster und darauf, dass jede Saite mit derselben Spannung gezogen wird. Gerade bei hochwertigen Schlägern lohnt es sich, die Arbeit einem erfahrenen Besaiter zu überlassen.
Zu lange warten, bis die Saiten gewechselt werden
Viele Spielerinnen und Spieler warten, bis eine Saite reißt, bevor sie neu bespannen lassen. Doch auch intakte Saiten verlieren mit der Zeit Spannung und Elastizität – und damit Kontrolle und Power.
Eine einfache Faustregel: Lass deinen Schläger so oft im Jahr neu bespannen, wie du pro Woche spielst. Wer also zweimal pro Woche auf dem Platz steht, sollte etwa zwei Bespannungen pro Jahr einplanen. So bleibt das Spielgefühl konstant und die Belastung für Arm und Gelenke gering.
Einfluss von Temperatur und Lagerung unterschätzen
Temperatur und Luftfeuchtigkeit wirken sich stärker auf die Saiten aus, als viele denken. Ein Schläger, der im Sommer im heißen Auto oder im Winter in der kalten Garage liegt, verliert Spannung oder kann sich sogar verziehen.
Bewahre deinen Schläger immer in einer Schutzhülle auf und vermeide extreme Temperaturen. Wer häufig draußen spielt, kann zwei Schläger mit unterschiedlicher Spannung nutzen – einen für warme, einen für kühle Tage.
Falsches Saitenmuster oder Missachtung der Herstellervorgaben
Jeder Schläger ist für ein bestimmtes Saitenmuster konzipiert. Ein dichteres Muster bietet mehr Kontrolle, ein offeneres mehr Power und Spin. Wird der Schläger falsch bespannt – etwa mit zu wenigen oder zu vielen Saiten – verändert sich das Spielverhalten deutlich.
Achte darauf, dass der Besaiter die Vorgaben des Herstellers kennt und beachtet. Besonders bei modernen Rahmen kann schon eine kleine Abweichung große Auswirkungen haben.
Fazit: Mehr Spielspaß durch die richtige Bespannung
Eine gute Bespannung ist wie eine Feinabstimmung deines Spiels. Sie ersetzt keine Technik, kann aber deine Stärken betonen und das Spielgefühl verbessern. Wenn du die typischen Fehler vermeidest und regelmäßig neu bespannen lässt, profitierst du von besserer Kontrolle, längerer Haltbarkeit und mehr Freude auf dem Platz.












